Eine Website ohne WordPress wird als handcodierte HTML-, CSS- und JavaScript-Seite gebaut – ohne CMS, ohne Plugins, ohne Datenbank im Hintergrund. Das bedeutet in der Regel eine kleinere Angriffsfläche, schnellere Ladezeiten und weniger Wartungsdruck – und der Code gehört Ihnen. Pflicht ist WordPress nirgends: Laut W3Techs laufen rund 30 % aller Websites ganz ohne erkennbares CMS. Der ehrliche Haken: Für tägliche Eigenpflege, einen großen Shop oder ein Redaktionsteam ist ein CMS oft bequemer – auch das steht hier drin.
- „Ohne WordPress“ ist keine Nische: rund 30 % des Webs läuft ohne überwachtes CMS – WordPress fällt seit sechs Monaten in Folge.
- Sicherheit ist vor allem ein Wartungsthema: 2025 steckten 91 % aller neuen WordPress-Lücken in Plugins (Patchstack) – die es bei einer handcodierten Seite gar nicht gibt.
- Tempo ist messbar besser, wirkt fürs Ranking aber als Tiebreaker, nicht als Wundermittel – der größere Hebel ist die Conversion.
- Funktionen gehen auch ohne Plugins: Formular, Termin, Newsletter, Blog, sogar Shop – datensparsam und EU-freundlich.
- WordPress ablösen verliert keine Sichtbarkeit, wenn 301-Weiterleitungen und Metadaten sauber übernommen werden.
- Eigentum statt Miete: Bei handcodiert bekommen Sie die Dateien. Bei Wix & Co. mieten Sie – Export oft gar nicht oder nur in Teilen möglich.
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Was ist eine handcodierte Website?
Eine handcodierte Website ist eine Website, deren Seiten direkt in HTML, CSS und JavaScript geschrieben und als fertige Dateien an den Browser ausgeliefert werden. Sie kommt ohne Content-Management-System wie WordPress, ohne Datenbank und ohne Plugins aus – und ohne Baukasten oder KI-Generator.
Im Netz finden Sie dafür viele Begriffe – „homepage ohne WordPress“, „statische Website erstellen lassen“, „Website ohne Baukasten“ oder „Website selbst programmieren“. Gemeint ist meist dasselbe: eine Seite aus reinem HTML, CSS und JavaScript statt aus einem Content-Management-System.
Damit Sie die Begriffe sauber auseinanderhalten, hier die vier üblichen Wege zu einer Website:
- CMS (z. B. WordPress, TYPO3, Joomla): Ein Programm auf dem Server baut jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen, aus einer Datenbank und über Erweiterungen (Plugins, Themes). Stark, wenn Sie viel selbst redaktionell pflegen.
- Baukasten (z. B. Wix, Squarespace, Jimdo): Sie klicken Ihre Seite in einem fremden System zusammen und mieten Technik plus Hosting. Schnell live, aber an den Anbieter gebunden.
- Handcodiert / statisch: Die Seite wird individuell programmiert und als fertige Datei ausgeliefert. Kein CMS, keine Datenbank, kein Plugin-Zoo. Das ist mein Ansatz.
- KI-Generator: Eine Software erzeugt die Seite automatisch. Schnell, aber oft generisch – und der Mensch, der das Ergebnis versteht und verantwortet, fehlt. (Mehr dazu unten.)
Der Unterschied klingt technisch, hat aber sehr praktische Folgen für Tempo, Sicherheit, Pflege und die Frage, wem die Seite am Ende gehört. Genau darum geht es im Rest dieses Ratgebers.
Statische vs. dynamische Website: der eine Unterschied, der alles erklärt
Eine statische Website liefert fertige Dateien aus, die der Browser nur noch anzeigt – ohne Datenbank, ohne serverseitiges Programm. Eine dynamische Website (wie WordPress) baut jede Seite bei jedem Aufruf neu aus einer Datenbank zusammen. Statisch ist dadurch in der Regel schneller, schlanker und schwerer angreifbar.
| Statisch / handcodiert | Dynamisch (WordPress & Co.) | |
|---|---|---|
| Wie die Seite entsteht | einmal gebaut, als Datei abgelegt | bei jedem Aufruf neu aus DB + PHP |
| Datenbank nötig? | nein | ja (meist MySQL) |
| Tempo | sehr schnell (nichts wird gerechnet) | hängt von Server, Caching, Plugins ab |
| Angriffsfläche | klein (kein Login, keine DB) | größer (Login, DB, Plugins) |
| Eigenpflege per Klick | nur mit Zusatz-Werkzeug | eingebaut (wp-admin) |
| Ideal für | Firmen-, Praxis-, Vereinsseite | Blog mit täglichen Beiträgen, Shop, Portal |
Warum eine Website ohne WordPress?
Weil eine handcodierte Seite ohne Plugins und Datenbank weniger Angriffsfläche bietet, in der Regel schneller lädt und nach dem Launch weniger Wartungsdruck erzeugt. Sie zahlen kein Plugin-Update-Risiko mit, kein Baukasten-Abo und keinen Cookie-Tool-Zwang – und die Seite gehört Ihnen, nicht einer Plattform.
Die vier Argumente, die Inhaber eines Kleinbetriebs, einer Praxis oder eines Vereins am häufigsten beschäftigen:
- Sicherheit: Kein Plugin-Stack heißt, der häufigste Einfallsweg für WordPress-Hacks fehlt von vornherein.
- Tempo: Fertige Dateien statt serverseitiger Datenbankabfrage – das ist von der Architektur her schnell.
- Ruhe nach dem Launch: Keine wöchentlichen Update-Meldungen, kein Kompatibilitäts-Roulette zwischen Plugins.
- Eigentum: Die Seite liegt als Code vor, der Ihnen gehört und umziehbar ist – kein Lock-in.
Wichtig und ehrlich: Keiner dieser Punkte ist ein Naturgesetz. Gut gewartetes WordPress kann sicher und schnell sein, und für manche Projekte ist ein CMS schlicht die bessere Wahl. Den Abschnitt dazu finden Sie weiter unten – ich verschweige ihn nicht.
Handcodiert: Vorteile und Grenzen auf einen Blick
Handcodiert, WordPress oder Baukasten? Die ehrliche Entscheidungshilfe
Es gibt keine pauschal „beste“ Bauweise – nur die passende für Ihren Bedarf. Faustregel: Handcodiert gewinnt bei stabilen Firmen-, Praxis- und Vereinsseiten, wo Tempo, Sicherheit, niedrige laufende Kosten und Eigentum zählen. WordPress oder ein Baukasten gewinnt, wenn Sie täglich selbst Inhalte einstellen, einen großen Shop brauchen oder komplett ohne Technikpartner arbeiten wollen.
Die fünf Dimensionen, die wirklich zählen:
| Dimension | Handcodiert | WordPress | Baukasten | KI-Generator |
|---|---|---|---|---|
| Tempo | sehr hoch | mittel (optimierbar) | mittel | wechselhaft |
| Sicherheit / Wartung | kleine Fläche, wenig Pflege | Plugin-Pflege nötig | Anbieter pflegt, Sie gebunden | je nach Output |
| Eigenpflege per Klick | mit Git-/Flat-File-CMS | eingebaut (stark) | eingebaut (stark) | eingebaut |
| Eigentum / Umzug | Code gehört Ihnen | portabel (Open Source) | Miete, Export begrenzt | oft Lock-in |
| Laufende Kosten | niedrig | Hosting + Wartung + Plugins | Monats-/Jahres-Abo | Abo |
Wie verbreitet ist WordPress – und welche Alternativen gibt es?
WordPress betreibt laut W3Techs (Stand 25.06.2026) rund 41,5 % aller Websites und etwa 59,3 % aller Seiten mit erkennbarem CMS – mit Abstand Marktführer. Gleichzeitig laufen rund 30 % aller erfassten Websites ganz ohne überwachtes CMS. „Ohne WordPress“ ist also keine Nische, sondern fast ein Drittel des Webs.
WordPress ist aus guten Gründen beliebt: riesiges Ökosystem, unzählige Plugins und Themes, viele Dienstleister. Wer auf Standardlösungen und Austauschbarkeit setzt, hat damit einen echten Vorteil – kein seriöser Berater redet das klein.
Interessant ist der Trend: Laut Search Engine Journal (auf Basis von W3Techs-Daten) ist WordPress zuletzt sechs Monate in Folge gefallen – von 43,2 % (Dezember 2025) auf 41,9 % (Ende Mai 2026) und weiter auf rund 41,5 % (Stand 25.06.2026). Das ist kein „WordPress stirbt“ – die Plattform bleibt rund achtmal so groß wie der nächste Verfolger. Aber es zeigt: WordPress ist nicht alternativlos.
Die Landschaft daneben, mit gerundeten W3Techs-Werten (Übersichtsseite, 25.06.2026):
- Baukästen: Shopify rund 7,5 %, Wix rund 6,1 %, Squarespace rund 3,5 %, Webflow rund 1,2 % aller Websites. Komfortabel, aber als Mietsystem.
- Klassische CMS: Joomla rund 1,7 %, Drupal schrumpfend. Im deutschen Mittelstand und im öffentlichen Sektor spielt zusätzlich TYPO3 eine größere Rolle, als der globale Wert vermuten lässt.
- Statisch / handcodiert / Jamstack: Seiten ohne klassisches CMS – fast ein Drittel des Webs. Bei vorgerenderten Mobil-Seiten nutzten laut HTTP Archive (2024) u. a. Hugo, Next.js und Astro, wobei Astro am stärksten wuchs.
Kurz zu den Schlagworten, laienverständlich: Headless CMS trennt die Inhaltspflege von der Anzeige. Jamstack beschreibt Architekturen, bei denen fertige Seiten ausgeliefert werden. Static Site Generator (SSG) baut aus Inhalten fertige HTML-Dateien (z. B. Astro, Eleventy, Hugo). Flat-File-CMS wie Kirby oder Statamic sind redaktionell bedienbar, kommen aber ohne Datenbank aus. Für eine überschaubare Firmenseite müssen Sie diese Begriffe nicht kennen – das Ergebnis (schnelle, schlanke Seite) zählt.
Wie sicher ist WordPress?
WordPress selbst – der Kern – gilt als gut abgesichert. Das Risiko steckt fast vollständig in Plugins und Themes: Laut Patchstack („State of WordPress Security in 2026“, Daten für das Gesamtjahr 2025) entfielen 91 % aller neuen Schwachstellen im WordPress-Ökosystem auf Plugins, 9 % auf Themes – und nur 6 Einzelfälle (gerundet rund 0,05 %) auf den Kern selbst. Eine handcodierte Seite ohne Plugins umgeht genau diesen Hauptrisikoweg strukturell.
Die Zahlen, sauber eingeordnet:
- Patchstack zählte für 2025 insgesamt 11.334 neue Schwachstellen im WordPress-Ökosystem – ein Plus von rund 42 % gegenüber 2024 (damals 7.966). Davon 91 % in Plugins, 9 % in Themes; auf den Kern selbst nur 6 Schwachstellen (eine absolute Zahl, kein Prozentwert). 1.966 (17 %) waren hochkritisch und automatisiert massenhaft ausnutzbar.
- Der Zeitdruck ist real: Der gewichtete Median bis zur ersten Ausnutzung einer stark betroffenen Lücke lag bei nur rund 5 Stunden; etwa die Hälfte wurde binnen 24 Stunden angegriffen.
- Wordfence bestätigt unabhängig die Richtung: 2024 entfielen rund 96 % der offengelegten Lücken auf Plugins; ein erheblicher Teil blieb zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ungepatcht.
- Sucuri berichtete für 2023, dass WordPress 95,5 % aller von ihnen bereinigten CMS-Infektionen ausmachte – bei rund 63 % CMS-Marktanteil. Überproportional, aber stark dadurch getrieben, dass WordPress Marktführer ist und eine riesige Angriffsfläche bietet.
Die ehrliche Lesart: WordPress ist nicht „unsicher“. Das Problem ist die Wartungslast. Wer sein WordPress pflegt – Auto-Updates aktiv, wenige seriöse Plugins, Firewall, regelmäßige Backups –, senkt das Risiko erheblich. Gefährdet sind vor allem selten gepflegte Installationen.
Der architektonische Vorteil einer handcodierten Seite: Ohne PHP-Interpreter, ohne MySQL-Datenbank und ohne im Netz erreichbares Admin-Login laufen zur Laufzeit keine serverseitigen Skripte, die man angreifen könnte. Klassische Angriffe wie SQL-Injection haben schlicht kein Ziel mehr. Rechnerisch entfällt damit genau der Plugin- und Theme-Vektor, der die große Mehrheit der WordPress-Lücken erzeugt.
Eine handcodierte Seite ist deshalb nicht „unhackbar“ – diesen Satz schreibe ich bewusst nicht. Hosting, DNS, das Code-Repository, eingebundene Formulardienste und Drittanbieter-APIs bleiben Angriffsziele. Der Vorteil liegt in der deutlich kleineren Angriffsfläche und dem geringeren Wartungsrisiko, nicht in Unverwundbarkeit.
Ist eine Website ohne WordPress schneller?
In der Regel ja – und das ist in echten Nutzerdaten messbar. Statische und am Edge ausgelieferte Seiten (also von Servern nah beim Besucher) bestehen die Core Web Vitals deutlich häufiger als WordPress. Der Vorsprung hängt aber stark vom Hosting ab: Gut optimiertes WordPress auf Managed-Hosting kann ebenfalls sehr gute Werte erreichen. Tempo ersetzt außerdem keine gute Content-Strategie.
Belastbare Realdaten:
- Laut HTTP Archive Web Almanac 2025 bestehen mobil rund 45 % der WordPress-Seiten alle drei Core Web Vitals – am unteren Ende der großen Plattformen, hinter Duda (85 %), TYPO3 (79 %) und Wix (74 %). Im Vorjahr lag WordPress noch bei 40 %; die Plattform holt auf, bleibt aber Schlusslicht der genannten.
- Statische Framework-Generatoren liegen vorn: laut WebVitals.tools (CrUX-Basis, 2026) bestehen Astro 84 %, Eleventy 81 %, Next.js 68 % ihrer Seiten die Core Web Vitals (andere Datenbasis als der Almanac-Wert, daher nicht 1:1 vergleichbar – die Richtung ist dieselbe).
- Beim Server-Antworttempo (TTFB) erreichen statisch/edge-gehostete Setups laut WebVitals.tools deutlich höhere „gute“ Quoten: Cloudflare Pages 88 %, Vercel 85 %, Netlify 83 % gegenüber nur 29 % bei klassischem Shared Hosting.
Warum das geschäftlich zählt: Die von Google beauftragte Deloitte-Studie „Milliseconds Make Millions“ fand, dass schon 0,1 Sekunden schnellere mobile Ladezeit im Handel die Conversions um 8,4 % und den Bestellwert um 9,2 % steigerte. Think with Google berichtet, dass die Absprungwahrscheinlichkeit um 32 % steigt, wenn die Ladezeit von 1 auf 3 Sekunden wächst; 53 % der mobilen Besuche werden abgebrochen, wenn das Laden länger als 3 Sekunden dauert. (Diese Studien sind einige Jahre alt, gelten aber weiterhin als Referenz.)
Die faire Einordnung: Google bestätigt, dass Core Web Vitals (Schwellen: LCP unter 2,5 s, INP unter 200 ms, CLS unter 0,1) zu den Signalen gehören, die die Ranking-Systeme belohnen – sie wirken laut Fachquellen aber eher als Tiebreaker bei vergleichbarer Inhaltsrelevanz, nicht als dominanter Rankingfaktor. Eine schnelle, aber inhaltsleere Seite gewinnt nicht. Der stärkere Hebel ist der nachgewiesene Conversion-Effekt: schnellere Seiten halten mehr Besucher.
Übrigens zahlt sauberer, handcodierter Code nebenbei auf die Barrierefreiheit ein: Sie haben volle Kontrolle über Überschriften-Struktur, Alt-Texte und Tastaturbedienung, statt sie einem Theme zu überlassen. Was das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG, seit Juni 2025) konkret für Ihren Fall bedeutet, behandle ich im Ratgeber Muss meine Website barrierefrei sein?
Was kommt nach dem Launch – Update-Stress und Wartung?
Bei WordPress folgt nach dem Launch die laufende Pflege: Core-, Plugin- und Theme-Updates, Backups, Sicherheitschecks. Professionelle WordPress-Wartung kostet in Deutschland laut Anbieterangaben meist 40–100 EUR im Monat, bei Shops eher 80–150 EUR und mehr. Eine handcodierte Seite ohne Plugin-Stack ist deutlich wartungsärmer – wartungsfrei ist sie aber nicht.
Warum der Update-Druck bei WordPress real ist: Wenn 91 % der Lücken in Plugins stecken und – laut Patchstacks Halbjahresbericht 2025 – im Schnitt rund 16.338 aktive Installationen pro Schwachstelle betroffen sind, dann sind zeitnahe Updates praktisch Pflicht, nicht optional. Je mehr Plugins, desto höher Update-Frequenz, Kompatibilitätsrisiko und Wartungskosten.
Wie sich das in der Praxis anfühlt, sehe ich gerade bei einem Projekt, das ich von einem in die Jahre gekommenen WordPress mit Elementor ablöse: Die alte Seite läuft über einen ganzen Plugin-Stack und ist vor allem deshalb träge und pflegeintensiv. Die handcodierte Neufassung kommt mit null Plugins aus – genau diese Last fällt weg.
Bei einer handcodierten Seite entfällt dieses Karussell weitgehend. Es bleiben Hosting, Domain und gelegentliche inhaltliche Pflege – deshalb biete ich Betreuung ab 15 EUR im Monat ohne Mindestlaufzeit an. Sie zahlen für Pflege, wenn Sie sie wollen, nicht für ein Sicherheits-Abo, das Sie brauchen, weil sonst etwas kaputtgeht.
Der häufigste Einwand: „Aber dann kann ich ja nichts mehr selbst ändern.“ Das stimmt so nicht – wie Eigenpflege ohne wp-admin funktioniert, steht direkt weiter unten.
„Aber wie mache ich X ohne WordPress?“
Praktisch jede Funktion, für die man bei WordPress ein Plugin installiert, lässt sich auf einer handcodierten Seite ebenso lösen – oft datensparsamer und ohne Update-Zwang. Der Unterschied: Statt ein Plugin „dazuzuklicken“, wird die Funktion einmal sauber eingebaut oder ein schlanker EU-Dienst eingebunden.
| Funktion | So geht’s ohne WordPress | Datensparsame / EU-Option |
|---|---|---|
| Kontaktformular + Spamschutz | eigenes Versand-Skript beim Hoster | Honeypot/Zeit-Token; ALTCHA (cookiefrei) oder Friendly Captcha (DE) statt reCAPTCHA |
| Terminbuchung | eingebundener Buchungsdienst (Zwei-Klick) | Cal.com (self-hosted), meetergo, Zeeg (EU) |
| Newsletter | EU-Anbieter per Formular/Embed | rapidmail, CleverReach (DE), Brevo (EU) |
| Blog / News | Static-Site-Generator + Git-CMS | Astro/Eleventy/Hugo + Sveltia/Decap/Tina |
| Online-Shop | eingebettete Kasse | Snipcart, Ecwid (klein); Shopware/WooCommerce (groß) |
| Mehrsprachig | Sprachordner + hreflang | manuelle / CMS-gestützte Pflege |
| Karte | statisches Kartenbild + Link | MapTiler / eigenes Bild statt Google-/OSM-Embed |
| Bewertungen | serverseitig abrufen + statisch zeigen | Google-Bewertungen gecacht ausliefern |
| Galerie / Lightbox | schlanke JS-Bibliothek | GLightbox / PhotoSwipe, selbst gehostet |
| Suche | clientseitige Suche | Pagefind (kein Server nötig) |
| Login / Mitgliederbereich | Zugriffsschutz vor der Seite | Cloudflare Access (einfach), Authgear (EU) |
| Statistik | cookielose Analyse | Plausible (EU) oder Matomo self-hosted, cookielos |
Inhalte selbst pflegen – ohne wp-admin
Auch ohne WordPress können Sie Inhalte selbst pflegen. Kleinere Änderungen übernehme ich im Rahmen der Betreuung; wer regelmäßig selbst schreiben will, bekommt eine schlanke Editor-Oberfläche per Git-basiertem Headless-CMS – oder ein dateibasiertes Flat-File-CMS, das sich wie WordPress bedient, aber ohne Datenbank auskommt.
Drei Wege, je nachdem wie oft Sie selbst ran wollen:
- Ich pflege für Sie: Für die meisten Firmenseiten reicht das. Sie schicken Text/Bild, ich setze es ein – im Rahmen der Betreuung.
- Git-CMS (Decap, Sveltia, TinaCMS): kostenlose, browserbasierte Eingabemaske, die für Redakteure wie WordPress aussieht. Eine Änderung löst automatisch eine neue, fertige Version der Seite aus – ohne Datenbank, ohne Plugin-Risiko.
- Flat-File-CMS (Kirby, Statamic): redaktionell voll bedienbar, aber datenbankfrei. Die goldene Mitte zwischen rein statisch und WordPress, gut für 50 bis einige hundert Seiten. (Kostenpflichtige Lizenz – fair gesagt.)
Geht SEO ohne WordPress – ohne Yoast?
Ja. Gute Suchmaschinen-Platzierungen entstehen aus relevantem Inhalt, sauberer Struktur, korrekten Meta-Angaben, strukturierten Daten und Tempo – alles davon lässt sich handcodiert sogar genauer steuern als über ein Plugin. Yoast & Co. sind bei WordPress nur Hilfswerkzeuge, die genau diese Dinge nachrüsten; sie sind kein Rankingfaktor an sich.
Was SEO wirklich braucht – und bei handcodiert in Ihrer Hand liegt:
- Title & Meta-Description pro Seite, von Hand gesetzt statt vom Theme generiert.
- Saubere Überschriften-Hierarchie (eine H1, logische H2/H3) – wichtig für Google und für KI-Suchen.
- Strukturierte Daten (Schema.org) für Artikel, FAQ, LocalBusiness – exakt, ohne Plugin-Wildwuchs.
- Tempo & Core Web Vitals – siehe oben.
- Interne Verlinkung & klare URLs – bewusst gebaut.
Ein Wort zur KI-Suche (GEO): Antwort-Maschinen wie Google AI Overviews gelten als bevorzugt gegenüber Seiten mit klarer Struktur, sauberem Markup und erkennbarer Autorschaft. Eine schlanke, handstrukturierte Seite mit korrektem Schema ist dafür ein guter Kandidat – generischer Baukasten- oder KI-Textbrei eher nicht.
Reicht eine KI-Website?
Für einen ersten Entwurf kann KI helfen – als fertige Geschäftsseite reicht sie selten. Generierter Code bringt oft Ballast mit (schlechtere Core Web Vitals), generische Texte sind für Google (E-E-A-T) wie für KI-Antwortmaschinen schwer auffindbar, und viele KI-Baukästen binden Sie genauso ein wie Wix. Schnell heißt hier nicht zwangsläufig gut.
Ehrlich abgewogen:
- Wofür KI taugt: Ideen, Rohtexte, ein schneller Prototyp, Bild-Platzhalter.
- Wo es klemmt: aufgeblähter Code statt schlanker Seite; austauschbare „Sieht-aus-wie-alle“-Texte; oft derselbe Lock-in wie beim Baukasten; niemand, der das Ergebnis versteht und verantwortet, wenn etwas klemmt.
- Der GEO-Punkt: Was in der KI-Suche zitiert wird, ist tendenziell eine vertrauenswürdige, klar strukturierte, mit Schema ausgezeichnete Seite – nicht der generische Output.
Wem gehört meine Website? Das Lock-in-Spektrum
Bei einer handcodierten Website gehört Ihnen der Code – Sie können die Seite jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Bei einem Baukasten gehören Ihnen zwar Ihre Texte und Bilder, aber nicht die Website als technisches Produkt: Sie mieten Funktion und Hosting. Das ist der Unterschied zwischen Besitzen und Mieten.
Das ist kein Marketing-Spruch, sondern lässt sich am Export ablesen. Vom Mieten zum Besitzen:
| Anbieter | Können Sie die Seite mitnehmen? | Einordnung |
|---|---|---|
| Wix | Nein – kein Export der Seite, läuft nur auf Wix-Servern; nur Daten (Produkte/Kontakte) exportierbar | 🔴 Miete (Lock-in) |
| Squarespace | Nur teilweise – Text als XML (ohne Bilder), Produkte/Kontakte als CSV; Design bleibt | 🟠 Teilexport |
| Framer | Kein Code-Export – die Seite bleibt auf Framer-Infrastruktur | 🔴 Miete |
| Webflow | HTML/CSS/JS-Export möglich, aber mit Einschränkungen | 🟡 bedingt portabel |
| WordPress (selbst gehostet) | Ja – Open Source, voll umziehbar | 🟢 Eigentum (mit Pflegepflicht) |
| Handcodiert | Ja – Sie erhalten die Dateien | 🟢 Eigentum |
Und „mieten“ heißt auch: Die Regeln und Preise können sich unter Ihnen ändern. 2026 hat etwa Framer einen günstigen Tarif gestrichen und Webflow legt zunehmend kostenpflichtige Zusatzmodule darüber. Eigentum schützt davor.
Der Punkt der Ehrlichkeit: Eigentum heißt auch Verantwortung – wer die Seite besitzt, muss Updates, Backups und Sicherheit selbst sicherstellen oder bezahlen. Bei meiner Arbeit liegt der Code am Ende bei Ihnen. Sie sind nicht an mich gekettet – Sie bleiben, weil die Zusammenarbeit passt, nicht weil ein System Sie festhält.
Warum ist eine handcodierte Seite datensparsamer?
Weil eine handcodierte Seite ohne fremde Plugins und Standard-Embeds Drittverbindungen von vornherein vermeiden kann: keine dynamisch nachgeladenen Google Fonts, keine Social-Buttons, die Daten an Netzwerke schicken, keine Tracker, die schon vor der Einwilligung feuern. Das folgt dem Grundsatz der Datenminimierung (Art. 5 DSGVO) und Privacy by Design (Art. 25 DSGVO).
Ein konkretes Beispiel mit aktuellem Stand: Das LG München I sah 2022 in der dynamischen Einbindung von Google Fonts (Nachladen direkt von Google-Servern ohne Einwilligung) einen DSGVO-Verstoß und sprach 100 EUR Schadensersatz zu (Urteil vom 20.01.2022, Az. 3 O 17493/20). Daraus wurde eine Welle von über 100.000 Abmahnschreiben. Inzwischen hat der BGH die Sache dem EuGH vorgelegt (Beschluss vom 28.08.2025, Az. VI ZR 258/24) – unter anderem zu der Frage, ob dieses massenhafte Abmahnmodell rechtsmissbräuchlich ist. Heißt für Sie: kein Grund zu Panikkäufen – aber wer Schriften von vornherein lokal einbindet, für den stellt sich die Frage gar nicht erst.
Typische Datenschutz-Fallen bei WordPress und Baukästen entstehen, weil Plugins und Standardfunktionen externe Ressourcen oft schon beim ersten Seitenaufruf laden – teils bevor der Nutzer einwilligen konnte (Google Fonts, Gravatar, Social-Media-Embeds, Anti-Spam-Tools). Selbst ein Cookie-Plugin garantiert keine Konformität, weil im Hintergrund oft trotzdem Skripte laden. Datensparsamkeit an der Quelle – also gar kein Drittskript – ist robuster als nachträgliches Blocken.
Ehrlich bleibt: „Handcodiert“ ist nicht automatisch datensparsam – auch eine handcodierte Seite kann Google Maps oder YouTube einbinden und dieselben Probleme erzeugen. Entscheidend ist die bewusste Umsetzung. Und: Dies ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine eigene Datenschutzprüfung. Was eine DSGVO-konforme Website konkret braucht – und was Sie sich sparen können – steht in der DSGVO-Checkliste für die Website.
WordPress ablösen – ohne Sichtbarkeit zu verlieren
Eine bestehende WordPress-Seite lässt sich ablösen, ohne Google-Rankings zu verlieren – vorausgesetzt, die URLs bleiben gleich (oder werden per 301 weitergeleitet) und Metadaten, Struktur und strukturierte Daten werden sauber übernommen.
Eine typische Migration zeigt nach ein bis zwei Wochen eine kleine Ranking-Delle und erholt sich meist innerhalb von 30 Tagen – oft auf höherem Niveau, weil die Seite schneller wird.
Zwei realistische Wege – ehrlich getrennt:
- Schneller „Notausgang“ (Static-Export): Ein Plugin wie Simply Static oder WP2Static friert die bestehende WordPress-Seite als statische Kopie ein (30–90 Minuten Export plus etwas Aufräumen). Gut, wenn Sie schnell aus der Wartungsfalle raus wollen und selten etwas ändern. Haken: Jede Inhaltsänderung erfordert einen neuen Export – Sie pflegen faktisch zwei Systeme.
- Echter Neuaufbau (nachhaltig): Inhalte werden exportiert und als schlanke, handcodierte Seite neu gebaut – direkt editierbar, ohne WordPress dahinter. DIY-Aufwand etwa 1–3 Wochen Abendarbeit für 20–30 Seiten, professionell 2–6 Wochen. Das ist die saubere Lösung – und mein Weg.
So bleibt die Sichtbarkeit erhalten – die 5 Säulen:
- URLs erhalten: Jede URL mit Traffic oder Backlinks behält ihren Pfad – oder bekommt eine 301-Weiterleitung. Die Kaskade: 301 auf die identische Seite → sonst auf eine thematisch ähnliche → sonst auf die Oberkategorie → auf die Startseite nur bei wertvollen Backlinks. Ersatzlos gestrichene Seiten ohne Backlinks bekommen 410 (Gone), nicht 404. Niemals 302 und nie pauschal alles auf die Startseite (Keyword-Kannibalisierung).
- Metadaten 1:1 übernehmen: Title-Tags und Meta-Descriptions wörtlich mitnehmen.
- Strukturierte Daten neu aufbauen: Schema (Article, FAQ, LocalBusiness) sauber neu erzeugen.
- Interne Verlinkung & Sitemap: Linkstruktur erhalten, neue XML-Sitemap in der Google Search Console einreichen.
- Canonicals prüfen: Falsche Canonical-Tags sind die häufigste Ursache für Ranking-Einbrüche.
Domain, Daten, Cutover (was viele fürchten):
- Die Domain gehört Ihnen – Sie ziehen sie per Auth-Code (ein Umzugs-Schlüssel, den Ihr alter Anbieter herausgeben muss) mit um, unabhängig vom alten Hoster.
- Erst exportieren, dann kündigen: Wer den alten Hoster kündigt, löscht damit oft CMS und Datenbank. Inhalte, Bilder und ein finales Backup vorher sichern.
- Sanfter Umschalt-Moment: DNS-Vorlaufzeit (TTL) am Vortag senken; die alte WordPress-Installation noch einige Wochen als Sicherheitsnetz (aber deindexiert) online lassen; danach finales Backup ziehen und WordPress samt Datenbank vom Server nehmen – das beendet die Update-Tretmühle und schließt die Angriffsfläche.
Die häufigste, vermeidbare Katastrophe: ein aus der Testumgebung mitgeschlepptes noindex oder eine restriktive robots.txt – das kann die ganze Seite aus dem Index werfen. Deshalb direkt nach dem Go-Live: ganze Seite crawlen, die wichtigsten Weiterleitungen stichprobenartig testen, robots.txt und Meta-Robots prüfen, Sitemap einreichen. Und: Go-Live lieber Dienstag/Mittwoch vormittags als Freitagnachmittag – falls etwas klemmt, bleibt Reaktionszeit.
Was kostet eine Website ohne WordPress – und was über die Jahre?
Bei mir entsteht eine handcodierte Website zum Festpreis, in der Regel 1.200 bis 5.000 EUR – abhängig von Umfang und Funktionen. Den Preis nennen wir vorab, nicht am Ende. Die laufende Betreuung beginnt bei 15 EUR im Monat, ohne Mindestlaufzeit.
Der ehrliche Blick über die Zeit (Gesamtkosten, nicht nur der erste Preis): Ein Baukasten-Abo klingt mit z. B. 15–25 EUR im Monat klein. Über fünf Jahre sind das aber schnell 900 bis 1.500 EUR – und am Ende gehört Ihnen nichts, die Seite läuft weiter nur auf Miete. Eine handcodierte Seite ist ein einmaliger Festpreis plus laufendes Hosting und optionale Betreuung – und der Code bleibt Ihrer. Fairerweise gehören auf die handcodierte Seite dieselben fünf Jahre Hosting (und auf Wunsch Betreuung) mitgerechnet; das Hosting einer statischen Seite ist aber meist deutlich günstiger als WordPress-Hosting inklusive Sicherheits- und Backup-Paket, und der Eigentums-Vorteil bleibt.
(Die Zahlen sind Größenordnungen, kein festes Versprechen für Ihren Fall.)
Weil Kosten ein Thema für sich sind – Baukasten-Abo, Freelancer, Agentur, Wartung im Vergleich – habe ich dafür einen eigenen, ausführlichen Ratgeber: Was kostet eine Website? Eine grobe Schätzung für Ihr Projekt liefert in zwei Minuten der Website-Kosten-Rechner.
Wann ist WordPress die richtige Wahl?
Immer dann, wenn Sie Inhalte häufig selbst und unabhängig pflegen wollen, ein Redaktionsteam mit Rollen und Freigaben arbeitet, oder Sie einen größeren Shop mit Lagerverwaltung brauchen. Dann spielt ein CMS seine Stärke aus, und eine rein handcodierte Seite wäre umständlich oder teuer.
Ich verkaufe handcodiert nicht als Allheilmittel. Zur schnellen Orientierung:
| Handcodiert passt, wenn … | WordPress / CMS passt, wenn … |
|---|---|
| kleine bis mittlere Firmen-, Praxis- oder Vereinsseite | großer Shop mit Lager, Zahlarten, Versand |
| Tempo, Sicherheit, niedrige laufende Kosten zählen | Sie täglich selbst Inhalte einstellen (Blog, News, Events) |
| Inhalte ändern sich eher selten | ein Redaktionsteam mit Rollen/Freigaben arbeitet |
| Eigentum und Umzugsfreiheit wichtig sind | Sie erprobte Standard-Plugins (Buchung, Mehrsprachigkeit) brauchen |
Konkret spricht für WordPress oder einen Baukasten: tägliche Eigenpflege ohne Entwickler, ein echter Online-Shop, Redaktionsteams, ausgereifte Standard-Features – oder ein sehr kleines Budget bei reinem Standard-Bedarf, wo ein Baukasten oft schneller live ist. Wenn Sie etwa täglich selbst Blogartikel oder Events einpflegen wollen, sage ich Ihnen offen, dass ein CMS oder Baukasten besser passt – auch wenn ich dann den Auftrag nicht bekomme.
Für wen lohnt sich das? Beispiele aus Handwerk, Praxis & lokalem Gewerbe
Am meisten profitieren Betriebe mit einer stabilen „Visitenkarten-Website“, die vor allem lokal gefunden werden wollen und nicht täglich Inhalte ändern: Handwerk, Heilberufe, Vereine, Kanzleien, Gastronomie. Für sie zählt eine schnelle, vertrauenswürdige Seite mit gutem lokalem SEO mehr als ein Redaktionssystem. Wie lokale Sichtbarkeit konkret entsteht, lesen Sie im Ratgeber Bei Google gefunden werden.
- Handwerk & Bau: Kunden suchen „Elektriker + Ort“. Eine schnelle, klar strukturierte Seite mit Leistungen, Einzugsgebiet und Kontakt schlägt jede überladene Plugin-Seite. Beispiel: breuningergmbh.de (Kfz-Sachverständiger).
- Arztpraxen & Heilberufe: ruhige, barrierearme Seite mit Sprechzeiten, Anfahrt und einem datensparsamen Kontaktweg – Gesundheitsdaten haben in einfachen Formularen nichts verloren. Beispiel: arztpraxis-breuninger.de.
- Vereine: schlanke, günstige Seite, die ehrenamtlich nicht ständig gewartet werden muss. Beispiel: hanfwerk-sued.de.
- Lokales Gewerbe allgemein: Gefunden werden in Google und in der KI-Suche – über saubere Struktur, LocalBusiness-Schema und Tempo.
Ehrlich: Wer als Solo-Selbstständiger wöchentlich selbst Preise und Angebote ändert und kein Budget hat, ist mit einem Baukasten manchmal besser bedient. Für alle anderen gilt: Architektur statt Plugin-Pflaster, fester Ansprechpartner vor Ort.
6 Mythen über Websites ohne WordPress
Die meisten Vorbehalte gegen „ohne WordPress“ beruhen auf Halbwissen. Die sechs häufigsten – kurz richtiggestellt:
- „Ohne WordPress kann ich nichts selbst ändern.“ Falsch – per Git-/Flat-File-CMS bekommen Sie eine Editor-Oberfläche; kleinere Änderungen übernehme ich ohnehin.
- „Ohne CMS gibt es kein SEO.“ Falsch – SEO ist Inhalt, Struktur, Schema und Tempo. Alles handcodiert steuerbar; Yoast ist nur ein Hilfsrad.
- „Statisch heißt: keine Funktionen.“ Falsch – Formular, Termin, Newsletter, Shop, Suche gehen alle (siehe oben).
- „Handcodiert ist teurer.“ Kommt drauf an – einmaliger Festpreis statt ewigem Abo; über die Jahre oft günstiger.
- „Handcodiert ist altmodische Technik.“ Im Gegenteil – moderne statische Seiten (Jamstack, Edge-Hosting) sind Stand der Technik für Tempo und Sicherheit.
- „Ohne Updates ist es unsicher.“ Umgekehrt – es gibt keinen Plugin-Stack, der ständig gepatcht werden müsste. Weniger Türen, weniger Schlösser.
Handcodiert vor Ort: so arbeite ich
Ich bin kein Callcenter und keine anonyme Agentur. Sie haben einen festen Ansprechpartner – mich – von der ersten Frage bis nach dem Launch. So läuft es ab:
- Gespräch & Festpreis: Wir klären, was Sie brauchen. Sie bekommen einen Festpreis vorab – keine Überraschung auf der Schlussrechnung.
- Handarbeit: Ich baue die Seite individuell in HTML, CSS und JavaScript. Kein Template von der Stange, keine fremden Plugins.
- Übergabe: Die fertige Seite ist schlank, schnell und datensparsam – und der Code gehört Ihnen.
- Betreuung nach Wunsch: Ab 15 EUR im Monat, ohne Mindestlaufzeit. Oder Sie nehmen die Seite mit und betreuen sie selbst.
Ein paar echte Beispiele aus meinem Portfolio: breuningergmbh.de (Kfz-Sachverständiger, Rottweil), arztpraxis-breuninger.de (Hausarztpraxis, Donaueschingen), hanfwerk-sued.de (Verein) und nordischehunde.de (laufende Ablösung einer alten WordPress-Elementor-Seite). Sie finden diese und weitere Arbeiten in meinem Portfolio.
Mein Versprechen
Damit Sie ohne Risiko entscheiden können, gilt bei mir:
- Festpreis vorab – Sie wissen vorher, was es kostet.
- Die Seite gehört Ihnen – Code in Ihrer Hand, kein Lock-in. Weil es normales HTML/CSS/JavaScript ist, könnte es jeder Entwickler übernehmen – Sie sind weder an WordPress noch an mich gebunden.
- Keine Mindestlaufzeit bei der Betreuung – Sie bleiben, weil es passt.
- Fester Ansprechpartner vor Ort – Sie reden mit dem Menschen, der Ihre Seite gebaut hat.
Neugierig, was Ihre Seite kosten würde?
Rechnen Sie es in zwei Minuten unverbindlich durch – danach prüfe ich Ihre Angaben selbst und melde mich mit einem verbindlichen Festpreis.
Glossar: die wichtigsten Begriffe
- CMS (Content-Management-System)
- Software, die Seiten aus einer Datenbank zusammenbaut und eine Pflege-Oberfläche bietet (z. B. WordPress, TYPO3, Joomla).
- Plugin
- Erweiterung für ein CMS. Bei WordPress der mit Abstand häufigste Weg, über den Schwachstellen entstehen.
- Statische Website
- Eine Website aus fertigen Dateien, die der Browser nur noch anzeigt – ohne Datenbank und ohne serverseitiges Programm.
- Dynamische Website
- Eine Website, die bei jedem Aufruf serverseitig neu aus einer Datenbank erzeugt wird (z. B. WordPress).
- Handcodierte Website
- Eine Website, deren Seiten direkt in HTML, CSS und JavaScript geschrieben und als fertige Dateien ausgeliefert werden – ohne CMS, Datenbank, Plugins, Baukasten oder KI-Generator.
- Static Site Generator (SSG)
- Werkzeug, das aus Inhalten fertige HTML-Dateien baut, z. B. Astro, Eleventy oder Hugo.
- Headless CMS / Git-CMS
- Trennt die Inhaltspflege von der Anzeige und bietet eine Editor-Maske ohne klassische Datenbank (z. B. Decap, Sveltia, TinaCMS).
- Flat-File-CMS
- Redaktionell bedienbares CMS, das ohne Datenbank auskommt und Inhalte in Dateien speichert (z. B. Kirby, Statamic).
- Jamstack
- Architektur, bei der vorgefertigte Seiten schnell und sicher ausgeliefert werden.
- Edge-Hosting
- Auslieferung der Seite von Servern, die geografisch nah beim Besucher stehen – das beschleunigt die Antwortzeit (TTFB).
- Lock-in
- Bindung an einen Anbieter, von dem man die Website nicht oder nur teilweise mitnehmen kann.
- Core Web Vitals
- Googles Messwerte für Tempo und Stabilität einer Seite: LCP (Ladezeit), INP (Reaktionszeit), CLS (Layout-Stabilität).
- TTFB
- „Time to First Byte“ – die Zeit bis zur ersten Server-Antwort. Bei statischen, edge-gehosteten Seiten besonders kurz.
- 301-Weiterleitung
- Dauerhafte Umleitung einer alten URL auf eine neue. Sie überträgt die Suchmaschinen-Wertung und erhält so Rankings bei einem Umzug.
Häufige Fragen rund um Websites ohne WordPress
Braucht man WordPress für eine Website?
Nein. WordPress ist verbreitet, aber nicht nötig: Laut W3Techs laufen rund 30 % aller Websites ganz ohne überwachtes CMS. Für eine überschaubare Firmen-, Praxis- oder Vereinsseite ist eine handcodierte Website ohne WordPress oft die schlankere und schnellere Lösung.
Kann man eine Website auch ohne WordPress erstellen?
Ja. Es gibt vier übliche Wege: ein CMS wie WordPress, einen Baukasten wie Wix, eine handcodierte Seite in HTML/CSS/JavaScript oder einen KI-Generator. Eine handcodierte Seite verzichtet bewusst auf CMS, Datenbank und Plugins.
Kann ich eine statische Website erstellen lassen?
Ja. Genau das ist mein Angebot: Ich erstelle Ihre Website handcodiert als schnelle, statische Seite zum Festpreis – ohne CMS, Datenbank oder Plugins. Sie bekommen am Ende die Dateien, der Code gehört Ihnen.
Ist eine Website ohne WordPress sicherer?
Sie hat in der Regel eine kleinere Angriffsfläche. Laut Patchstack steckten 2025 rund 91 % aller WordPress-Schwachstellen in Plugins – die bei einer handcodierten Seite gar nicht existieren. „Unhackbar“ ist aber keine Seite: Hosting, DNS und Formulardienste bleiben Angriffsziele. Der Vorteil liegt in weniger Einfallstoren und weniger Wartungsrisiko.
Ist eine Website ohne CMS schneller und besser für SEO?
Meistens ja beim Tempo: Statische Seiten bestehen die Core Web Vitals laut Web Almanac und WebVitals.tools deutlich häufiger als WordPress. Fürs Ranking wirken diese Werte aber eher als Tiebreaker – relevanter Inhalt bleibt wichtiger. Der klare Gewinn ist die bessere Nutzererfahrung und höhere Conversion durch schnelle Seiten.
Was ist der Unterschied zwischen einer statischen und einer dynamischen Website?
Eine statische Website liefert fertige Dateien aus, die der Browser nur anzeigt – ohne Datenbank, ohne serverseitiges Programm. WordPress baut jede Seite bei jedem Aufruf neu aus einer Datenbank zusammen und nutzt dafür Plugins und Themes. Statisch ist dadurch schlanker und in der Regel schneller.
WordPress oder statische Website – was ist besser?
Das hängt vom Bedarf ab. Eine statische, handcodierte Website gewinnt bei stabilen Firmen-, Praxis- und Vereinsseiten, wo Tempo, Sicherheit, niedrige Folgekosten und Eigentum zählen. WordPress gewinnt, wenn Sie täglich selbst Inhalte einstellen, ein Redaktionsteam haben oder einen großen Shop brauchen. Eine pauschal bessere Wahl gibt es nicht.
Was ist die beste Alternative zu WordPress?
Das hängt vom Projekt ab. Für häufige Eigenpflege ein Baukasten oder ein schlankes, dateibasiertes System wie Kirby oder Statamic, für große Shops Shopify oder Shopware, für eine schnelle, sichere Firmenseite eine handcodierte Lösung. Eine pauschal „beste“ Alternative gibt es nicht – nur die passende für Ihren Bedarf.
Kann ich meine bestehende WordPress-Seite ablösen lassen, ohne Google-Rankings zu verlieren?
Ja. Mit sauberen 301-Weiterleitungen, wörtlich übernommenen Metadaten und einer neu eingereichten Sitemap bleibt die Sichtbarkeit erhalten. Eine kurze Ranking-Delle von 1–2 Wochen ist normal, die Erholung erfolgt meist innerhalb von 30 Tagen – oft auf höherem Niveau, weil die Seite schneller wird.
Was kostet es, eine WordPress-Seite ablösen zu lassen?
Wie ein Neuaufbau: in der Regel 1.200–5.000 EUR Festpreis je nach Umfang. Ein schneller Static-Export per Plugin ist günstiger, aber nur eine Zwischenlösung, weil jede Änderung danach einen neuen Export erfordert. Die nachhaltige Lösung ist der Neuaufbau als editierbare, handcodierte Seite.
Wie pflege ich Inhalte ohne WordPress, ohne wp-admin?
Über ein Git-basiertes Headless-CMS (Decap, Sveltia, TinaCMS) oder ein Flat-File-CMS (Kirby, Statamic) – das bietet eine WordPress-ähnliche Eingabemaske, aber ganz ohne Datenbank und Plugin-Risiko. Kleinere Änderungen übernehme ich ohnehin im Rahmen der Betreuung.
Kann ich meine Website mitnehmen oder exportieren?
Bei einer handcodierten Seite: ja, Sie erhalten die Dateien und können jederzeit umziehen. Bei Wix ist die Seite gar nicht exportierbar, bei Squarespace nur in Teilen (Text/Daten), bei Framer gibt es keinen Code-Export. Das ist der Unterschied zwischen Besitzen und Mieten.
Reicht eine mit KI erstellte Website?
Für einen ersten Entwurf kann KI helfen, als fertige Geschäftsseite reicht sie selten: generierter Code bringt oft Ballast mit (schlechtere Core Web Vitals), die Texte sind austauschbar, und viele KI-Baukästen binden Sie genauso ein wie Wix. Was in der KI-Suche zitiert wird, ist eine saubere, klar strukturierte Seite mit korrektem Schema.
Geht SEO ohne Yoast und ohne WordPress?
Ja. Suchmaschinen-Platzierungen entstehen aus relevantem Inhalt, sauberer Struktur, korrekten Meta-Angaben, strukturierten Daten und Tempo – alles davon lässt sich handcodiert sogar genauer steuern als über ein Plugin. Yoast ist bei WordPress nur ein Hilfswerkzeug, kein Rankingfaktor an sich.
Was, wenn Sie als Einzelperson ausfallen oder die Arbeit einstellen?
Eine berechtigte Frage – und gerade hier hilft das Eigentum: Ihre Seite ist normales HTML, CSS und JavaScript. Jeder Webentwickler kann sie übernehmen, ohne Spezialwissen über ein bestimmtes System. Sie sind also weder an WordPress noch an mich gebunden. Auf Wunsch gibt es eine dokumentierte Übergabe samt Code-Repository.
Wie schnell werden kleine Änderungen erledigt?
Kleinere Anpassungen erledige ich in der Regel kurzfristig im Rahmen der Betreuung – Sie schreiben mir, ich setze es um. Wer lieber selbst und sofort kleine Texte ändert, bekommt auf Wunsch eine schlanke Editor-Oberfläche (Git-CMS) dazu. So müssen Sie nicht auf jemanden warten.
Hat eine Website ohne WordPress auch Nachteile?
Ja. Es gibt keine Klick-Oberfläche wie wp-admin ab Werk (nachrüstbar), und größere Funktionsblöcke wie ein großer Shop, ein Buchungsportal oder Mehrsprachigkeit mit vielen Sprachen sind aufwendiger als ein fertiges Plugin. Wer Inhalte sehr häufig selbst ändert, fährt mit einem CMS oft bequemer. Für eine überschaubare Firmen-, Praxis- oder Vereinsseite überwiegen aus meiner Sicht die Vorteile.
Ist eine statische Website ohne Datenbank überhaupt noch zeitgemäß?
Sehr – Jamstack-Architektur und Edge-Hosting (Auslieferung von Servern nah beim Besucher) sind moderner Stand der Technik, gerade für Tempo und Sicherheit. „Statisch“ ist kein Rückschritt, sondern eine bewusste Entscheidung für eine schlanke, robuste Seite.
Was kostet eine Website ohne WordPress?
Bei mir zum Festpreis, in der Regel 1.200 bis 5.000 EUR je nach Umfang, plus optionale Betreuung ab 15 EUR im Monat ohne Mindestlaufzeit. Die ausführliche Einordnung samt Vergleich finden Sie im Ratgeber „Was kostet eine Website?“.
Website ohne Baukasten – geht das günstig?
Ja. Ein Baukasten ist schnell live, bindet Sie aber per Abo und Export-Sperre – über fünf Jahre summieren sich kleine Monatsbeträge, und am Ende gehört Ihnen nichts. Eine handcodierte Seite ist ein einmaliger Festpreis plus Eigentum und über die Jahre oft günstiger.
- W3Techs – Usage statistics of content management systems (Übersicht, 25.06.2026): w3techs.com/technologies/overview/content_management
- Search Engine Journal – WordPress Market Share Declines For Six Months In A Row (Dez 2025 43,2 % → Mai 2026 41,9 %)
- HTTP Archive – Web Almanac 2025 (CMS) & 2024 (Jamstack): almanac.httparchive.org
- Patchstack – State of WordPress Security in 2026 (Daten 2025) & 2025 Mid-Year Vulnerability Report: patchstack.com/whitepaper/
- Wordfence – 2024 Annual WordPress Security Report
- Sucuri – 2023 Hacked Website Report
- WebVitals.tools – Performance Benchmarks (CrUX, 2026): webvitals.tools/benchmarks
- Google Search Central – Core Web Vitals & Google Search · DebugBear – Are Core Web Vitals a Ranking Factor
- web.dev / Deloitte – Milliseconds Make Millions · Think with Google – Mobile Page Speed Benchmarks
- Wix Help Center / Squarespace Help Center – Export · Framer / Webflow – Compare/Export
- LG München I, Urteil v. 20.01.2022, Az. 3 O 17493/20 (Google Fonts) · BGH, Beschluss v. 28.08.2025, Az. VI ZR 258/24 (Vorlage an den EuGH)
- DSGVO – Art. 5 (Datenminimierung) und Art. 25 (Privacy by Design)
- Migration / Relaunch-SEO: Sistrix (Weiterleitungen), logoswebdesigns, hechtinsgefecht
Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Fragen (Datenschutz, Barrierefreiheit) ziehen Sie bitte fachkundigen Rat hinzu.
